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Das Elliott-Wellen-Prinzip: Der Schlüssel zu einem besseren Börsenverständnis

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Produktbeschreibung


Dass auf eine „actio“ eine „reactio“ folgt, hat sich landläufig herumgesprochen. (Für Skeptiker: Selbst, wenn auf eine Aktion, etwa das Schreiben eines Briefes, keine Antwort erfolgt, ist dieses eine Reaktion. Nur hat sie dann den Wert „0“.) Und da sich an der Börse Menschen tummeln, gilt der übergeordnete Wirkzusammenhang auch dort.

Probleme indes bereitet die Vorhersage bei der Art der Reaktion auf zum Beispiel einen Aktienverkauf — und damit auf die Kursentwicklung. Schwach oder kräftig, negativ oder positiv, Bär oder Bulle — jeder möchte es gern wissen. Und hierfür gibt es Denkmodelle, wie das der „Elliott-Wellen“. Zu Analyse und Prognose entwickelte Ralph Nelson Elliott (1871 – 1948) aus langen Verlaufsreihen historischer Börsenkurse seine Theorie. Prechter und Frost beschreiben in ihrem Buch, was es mit den herauskristallisierten Antriebs-, Korrektur- und Wellenmustern auf sich hat und steigen hierzu tief in Elliotts Gedankenwelt ein. Anmerkung: Eine Bewertung der Tragfähigkeit von Elliotts Überlegungen hat an dieser Stelle nichts zu suchen, dennoch sei hier — einfach weil es auch für das Verständnis des Buches wichtig ist — eine Aussage der beiden Elliott-Anhänger und Buchautoren kurz zitiert: „Keine analytische Methode kann Ihnen das Allwissen der Märkte garantieren, auch das Wellenprinzip nicht. Aber solange man es im richtigen Licht betrachtet, wird es all seine Versprechen halten.“

Und so richtet sich das Lehr- und Verständnisbuch denn auch eher an theoretisch interessierte Leser als an jene, die schnelle Erfolgsrezepte suchen. Umfassend in der Darstellung der verschiedenen Wellenmuster, ihrer Ausprägungen und ihrer Abfolgegesetzmäßigkeiten mit vielen Grafiken zur Veranschaulichung und mit vielem Hintergrundwissen versehen. So findet der geneigte Leser etwa auch Material zu den Zahlenreihen des Mathematikers Leonardo Fibonacci da Pisa (13. Jahrhundert). Denn die so genannten Fibonacci-Zahlen bilden, so wird Elliott selbst zitiert, die mathematische Grundlage der Theorie.

Nach derart vielem Hirn-Jogging fehlen auch praxisbezogene Ausblicke nicht — jede Theorie will schließlich in realiter bewiesen sein. Interessant zudem ein Kapitel zu anderen Sichtweisen des Aktienmarktes, etwa zur Dow-Theorie oder zur technischen Analyse und deren Beziehungen zum Wellenprinzip — und eine Aktualisierung der Entwicklungen bis in die letzten zwei Dekaden des vorigen Jahrhunderts.

Fazit: ein Buch für Leser, die Freude an gedanklich mathematischen Konstrukten haben und diese penibel — vielleicht auch in der eigenen Börsenpraxis als Beobachter oder Aktive — nachvollziehen möchten. Das Werk ist keine Strandlektüre und nichts für den schnellen Aktien-Deal — eher etwas für kühle Herbst- und Winterabende, am besten im kaminbefeuerten Denkerstübchen. In das auch gerne Freunde kommen dürfen, denn Stoff für mathematisch-philosophische Diskussionen rund um die Aktienanalyse bieten die Autoren allemal. –Horst-Joachim Hoffmann